Nachdem wir Maren, Anita und ich (Andreas), Austauschstudenten der Hochschule Wismar, am 29.08.2007 sicher in Auckland, Neu Seeland, gelandet sind standen wir vor der momentan wichtigsten Frage. Wo schlafen wir? Der Air-Bus, einem Shuttlebus vom Flughafen in die City, brachte uns für 13 $, umgerechnet 7 €, direkt nach Downtown wo es von Backpackerhostels nur so wimmelt. Das Erstbeste Hostel wurde dann gewählt. Bevor wir zur Unitec, unserer Universität, fahren, wollten wir uns erstmal häuslich einrichten. Wir hatten uns für ein Zimmer eintschieden mit Fenster welches erheblich teurer war als eines ohne. Die Tatsache, dass unser Fenster eher einer Kellerluke gleichte stimmte uns ein wenig traurig, denn wir konnten nicht hinaussehen. Vor unserem Fenster war eine wan ca. 50 cm enfernt. Naja wenigstens frische Luft. Einen Tag später begrüßte man uns mit offenen Armen in International Office der Unitec. Nur leider konnte sich in unserem Fachbereich nur einer daran erinnern, dass ein Studentenaustausch mit der Hochschule Wismar in diesem Moment stattfindet. Christoph war unser Mann. Er kommt ursprünglich aus Deutschland und unterrichtet das 4. Und 5. Bachelorjahr der Architekturfakultät. Ein wie ich finde sehr sympathischer Zeitgenosse wie alle Professoren hier. Falls sich jetzt einige fragen warum ich Christoph eben Christoph nenne sei gesagt, hier werden alle geduzt. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig aber eigentlich eine gute Sache. Es werden einem gleich die Hemmungen genommen die man verspürt wenn man in einer neuen Situation steckt. Es ist hier alles sehr freundschaftlich und freundlich. Es kann sein, dass es nur oberflächlich ist aber jetzt ist es genau das Richtige. Wir sind nun mal die Neuen. Es wurde uns auch gleich unsere Aufgabe für unser 5. Semester gegeben. Zur Aufgabe stand ein neues Gebäude für die Fachbereiche Architektur und Landschaftsarchitektur zu entwerfen. Leider sind wir dem falschen Jahr zugeteilt worden. Es gab ein kleines Missverständnis, denn die Studenten die diesen Entwurf bearbeiten sollten waren alle schon im 8. Semester also im 4. Jahr und nicht wie wir im 5. Semester also im 3. Jahr. Uns schien die Aufgabe einfach zu schwer für unsund wir wollten uns erstmal die Entwurfsaufgabe vom 3. Jahr anhören.
In unserem Hostel hielten wir es nur noch einen Tag mehr aus dann sind wir in ein anderes Hostel gezogen. Und das war wirklich eine gute Entscheidung. Wir hatten jetzt viel mehr Platz, W-Lan und es war enfach eine viel gemütlichere Atmosphäre. Dennoch haben wir entschieden, dass wir nicht lange in den Hostels bleiben werden, denn es schon teuer. Eine Nacht im 6 Bettzimmer kostet umgerechnet 13 € pro Person ohne Frühstück. Uns blieb ja immer noch die Möglichkeit in das Studentenwohnheim zu ziehen welches sich direkt auf dem Campus der Unitec befindet. Was wir aber wirklich wollten war ein eigenes Appartment für uns 3. Jeder sollte sein eigenes Zimmer haben denn bis jetzt schliefen wir immer noch alle 3 in einem Zimmer. Da kam uns die Semesterpause unseres Fachbereiches wie gerufen. Noch gar nicht angefangen zu studieren und schon 2 Wochen frei. So sollte es immer sein. J
Nein im ernst. Diese 2 Wochen hatten wir auch nötig. Ein Appartment sucht und findet sich nicht in einer Nacht und überhaupt wie sieht Auckland überhaupt aus? Das war die perfekte Gelegenheit uns alles einmal richtig anzusehen und Fuss zu fassen. Wir hatten uns 13 Appartmentannoncen von einem einheimischen Internetportal herrausgesucht die wir, na ja eigentlich Anita da sie perfekt Englisch spricht, angerufen haben. Es ist anfangs schon schwierig die Kiwis zu verstehen da sehr umgangssprachlich gesprochen wird und allgemein finde ich wird sehr undeutlich gesprochen. Von den 13 Annoncen hat sich eine als einigermaßen brauchbar heraus gestellt. Zufälliger kam der Makler, mit dem wir uns einen Tag später getroffen haben
Ursprünglich auch aus Deutschland. Herman war sein Name und ist schon vor 34 Jahren nach NZ ausgewandert. Er brauchte einige Zeit um sich wieder an die deutsche Sprache zu gewöhnen. Es ist hier anscheinend keine Seltenheit Deutsche zu treffen. Das Appartment welches wir uns angesehen haben war den Umständen entsprechend ganz brauchbar. Eine Möglichkeit den täglichen Bedarf zu decken war auch ganz in der Nähe und Bushaltestellen gab es auch mehrere. Was uns aber anschliessend dazu bewegt hat dieses Appartment nicht zu beziehen waren die Tatsachen, dass es nicht möbliert war, dass Strom und Wasser noch angemeldet werden muss was zusätzlich mit Gebühren verbunden ist. Internet war auch nicht vorhanden. Es blieb uns also keine andere Möglichkeit als in dieses Studentenwohnheim zu ziehen. Zwar muss man als Austauschstudent 20 Wochenmieten im Voraus bezahlen aber egal. Schlussendlich wird es billiger für uns. Eine Woche nachdem wir in NZ gelandet sind, sind wir also in das Village, wie es die Studenten hier nennen, eingezogen. Da wir nur 15 Wochen in Auckland bleiben werden mussten wir natürlich keine 20 Wochen im Vorraus bezahlen. Eine stolze Summe war es trotzdem. Ca. 1200 € für nur 15 Wochen. Darin enthalten ist jedoch eine Pfandgebühr von 100 € und 50 € Strom. Wasser ist anscheinend umsonst. Nachdem wir die Miete gezahlt hatten durften wir dann endlich einziehen. Jeder hatte endlich sein eigenes, kleines Zimmer nicht zusammen in einem Appartment aber alle relativ dicht bei einander. Wir hatten alle relativ viel Glück mit unseren Mitbewohnern. Ich wohne mit Dan, einem Kiwi der hier anscheinend nicht studiert, Davis, einem Amerikaner, Valentine, einem Neukaledonier der seinen Ingenieur zum Bootsbauer macht und Chris, einem Südafrikaner der hier eine Ausbildung zum Hundetrainer macht, zusammen. Anita wohnt mit 2 Norwegerinen, einer Chinesin und einer Kiwi zusammen. Bei Maren gab es Anfangs einige Probleme da wohl das Appartment sehr unsauber gewesen ist. Ich denke das hat sich mittlerweile auch gelegt. Bei den Mitbewohnern von Maren habe ich immer große Probleme mir die Namen zu merken. Ich weiß bis heute nicht wer und wie viele in Marens Appartment wohnen. Dort geht anscheinend das gesammte Village ein und aus. Die absolute Party WG. Maren hat sich schon das ein oder andere Mal bei uns beklagt aber was soll sie machen? Sie will ja jetzt auch nicht als Partybremse dastehen.
Unsere Aktivitäten um Auckland ein wenig näher kennen zu lernen waren ziemlich genau geplant. Anita ist bei uns die Organisationsleiterin. Sie macht es wirklich gut und hat diesen Part fest im Griff.
Unsere Aktivitäten während der Semesterpause:
Also was haben wir uns denn alles angesehen?
- Devonport ( ein Stadtteil von Auckland den man am schnellsten mit der Fähre erreicht)
- Auckland War Memorial Museum mit anschliessender Maori Touristen Show
- Pubbesuch ( Rugby Worldcup)
- Auckland Zoo
- Mt Eden ( nur einer der 48 Vulkane in und um Auckland)
- Auckland Harbour
- Rangitoto
Mittwoch, 12. September 2007
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