Mittwoch, 31. Oktober 2007

31.10.2007 1 Tag vor der Präsentation

Tja was soll ich sagen? Ich bin total fertig. Bin erst gegen halb 6.00 Uhr Morgens ins Bett gekommen da es doch ein wenig dauert ein 1:200 Modell zu bauen. Jetzt ist aber alles fertig und die Plotts hängen auch schon. 2 h bevor eigentlich Termin war. Nicht schlecht für jemanden der erst vor 6 Wochen mit diesem Projekt angefangen hat. Insgesamt habe ich jetzt 154 $ für die Plotts und noch mal 30 $ für das Modell ausgegeben. Das Modell sieht auch wirklich gut aus. Weiße Kappaplatten machen es einfach moglich. Damit sieht jedes Modell gut einfach nur gut aus. :-)




Die Anderen in meinem Studio hängen auch alle so nach und nach Ihre Arbeiten an und ich muss sagen es ist Teilweise echt lächerlich für das 4. Jahr. Das klingt jetzt echt arrogant aber wer es nicht selber gesehen hat kann sich einfach kein Bild machen. Einige Projekte waren echt gut und vor allem die Modelle sahen verdammt gut aus aber andere dagegen einfach nur unter aller Sau. So etwas hätten wir im 1. Semester angehängt aber nicht im 4. Jahr sprich im 8. Semester. Die Leute haben teilweise nur A4 Blätter angehängt auf denen annähernd ein Grundriss zu erkennen war. Maßstab 1:500 ist einfach viel zu klein. Man hat rein gar nichts erkannt. Das geht einfach nicht. Teilweise keine Modelle gebaut oder Ansichten. Kann es sein, dass hier je länger man studiert die Motivation immer weiter schwindet? Ich weiß es nicht. Ich will es auch nicht wissen. Es waren ja nicht alle so. Wie gesagt es waren auch wirklich schöne Projekte dabei. Weiterhin ist heute nicht viel ausser, dass ich mich langsam mal auf morgen vorbereiten sollte. Eine Präsentation in Englisch wird mal ne ganz neue Erfahrung. Naja mal sehen was das wird. Dushko hat mir noch ein Paar Tips gegeben wie ich meine Präsentation aufbauen sollte. Werde seine Tips so gut es geht beherzigen und gleich anfangen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

30.10.2007 2 Tage vor der Präsentation

Nachdem ich mich ja nun schon eine Weile nicht mehr gemeldet habe versuche ich nun die vergangenen Geschehnisse zu rekonstruieren. Das seit meinem
letzten Eintrag nun schon 10 Tage vergangen sind liegt ganz einfach daran, dass absolut keine Zeit war auch nur daran zu denken den Blog zu aktualisieren. Außerdem ist auch nichts spannendes passiert außer vielleicht ein paar lustige Studiofotos. Solche Art von Fotos entstehen eigentlich nur in verzweifendeln Ausnahmesituationen den der Entwurf hat mir so einiges abverlangt. Sicher, die Auskragungen ähneln denen der Rennbahn aber das Projekt ist doch etwas vollkommen anderes. 6 Geschosse zu planen mit verschiedenen Funktionen und kein Geschoss liegt genau über dem darunter ist gar nicht so leicht. Eine Schule zu planen ist dann doch etwas anderes vor allem wenn man allein ist. Jedoch haben wir eine gute Taktik. Jeder arbeitet an seinem Projekt konsultieren tuen wir uns dennoch gegenseitig. Ich finde das brauch man auch denn 6 Augen sehen einfach mehr als nur 2 und in der freien Marktwirtschaft arbeitet man auch nicht allein an einem solchen Megaprojekt. Ich hoffe die Professoren werden mich am Donnerstag nicht in der Luft zerreissen. Heute Habe ich schon mal meine Plotts abgegeben die ich dann Morgen abholen werde. Oh man das wird teuer. Ein A0 Plott kostet in Farbe 160 $. Dann noch ein A0 Schwarz/Weiß Plott ca. 30 $. Naja was tut man nicht alles für die Präsentation. Morgen um 17.00 Uhr muss auch schon alles hängen inkl. Modell welches ich noch gar nicht begonnen habe. Naja dafür habe ich ja noch heute Nacht Zeit. :-)

Samstag, 20. Oktober 2007

20.10.2007 Bowleabend :-)

Unser geplanter Bowleabend sollte 20:00 Uhr beginnen. Eingeladen hatten wir eine ganze Menge Leute, wir waren aber selber gespannt darauf wer schließlich kommen wird. Zu unseren Gästen sollten zählen: Nicole, Cyrus, Maria, Isabell, Raffael, Anne, Holger, Torunn, Mariann, Johanna, Ulla, Jack, Sasha. Gekommen sind leider nicht alle aber einige die gar nicht auf der Liste standen aber dennoch gerne gesehen waren. Cyrus brachte noch einen Freund mit, David und aus meinem Appartment ist noch Valentine mitgekommen. Der Abend war wahnsinnig lustig. Anfangs hätte man meinen können, dass es eher eine traurige Veranstaltung wird aber es hat sich alles prächtig entwickelt. Cyrus hat wieder einen Knaller nach dem Anderen rausgehauen was wesentlich zur Stimmung beitrug. Irgendwann sind noch 2 Mädels erschienen die ich nicht zuordnen konnte. Eine davon ist wohl Marias Flatmate (Mitbewohnerin) aber die andere hatte keinerlei Beziehungen zu uns bis Sie uns verriet, dass sie bevor ich in mein Appartment eingezogen bin dort zusammen mit Chris, Davis und Dan gewohnt hat. Aber nicht sehr lange da die Jungs Ihr anscheinend zu unsauber gewesen sind was ich manchmal auch bestätigen kann.
Den ganzen Abend haben wir köstlichst gelacht und die Stimmung wurde immer besser. Wir haben uns alle auch schon für das nächste mal verabredet. Am 1. Nov. Werden wir alle gemeinsam griechisch essen gehen. Cyrus und Nicole kennen wohl ein erstklassiges griechisches Restaurant in Devonport. Na mal sehen. Ich bin ja eigentlich immer ein wenig skeptisch was das betrifft, lasse mich aber immer wieder gerne von Gegenteil überzeugen. Die Bowle ist übrigens restlos leer gemacht worden bis auf den letzten Tropfen. Das nenn ich mal Augenmaß. Valentine hat sich auch überaus wohl in unserer Gruppe gefühlt obwohl er fast halb so Jung wie Cyrus und Nicole ist. Das war aber überhaupt kein Problem denn Cyrus und Nicole sind zwei Herzensgute Menschen die sehr jung geblieben sind. Oh man das hört sich jetzt bestimmt an als wären die beiden schon 70 Jahre alt. Nein nein. So alt sind sie nicht. Cyrus ist 35 und Nicole ist 34. Valentine ist 18 Jahre alt und als Nicole das erfahren hat war sie ganz hin und weg. „He is so cute.“: war Ihr Kommentar dazu. Echt niedlich. Da auf der Party sehr viele Nationalitäten vertreten waren (Neu Kaledonien, Griechenland, Neuseeland, Mexiko, Argentinien, Norwegen und Deutschland) war immer genug Gesprächsstoff vorhanden. Später am Abend ist auch noch Mustafa erschienen. Mustafa ist 21 Jahre alt und wohnt auch im Village. Er ist hier der absolute Patylöwe der auf jeder noch so kleinen Party anwesend ist. Er ist Inder und studiert Construction Site Management kommt dem zur Folge logischerweise auch aus der Baubranche. Wir haben uns wirklich gut mit Ihm unterhalten und er viel von Indien erzählt. Er ist ein sehr intelligenter Mensch der sehr belesen ist.
Gegen 4 Uhr Morgens bin ich dann ins Bett gegangen mit den Erinnerungen an einen sehr interessanten, kommunikativen und internationalen Abend. Gerne Wieder. Die Bowle ist übrigens gut angekommen bei denen die sie nicht kannten, also bei allen die nicht aus Deutschland kamen.

Freitag, 19. Oktober 2007

19.10.2007 Architecture Week @ Britomart

Es ist Freitag! Das bedeutet es ist schon fast Wochenende. Naja die nächsten Wochenenden werden eh für den Entwurf draufgehen. Heute bin ich ein ganzes Stück weiter gekommen was jedoch kaum auffällt da momentan die kritische Phase begonnen hat. Mit kritischer Phase meine ich, das es nun an die Grundrissplanung geht was sich bei einem Gebäude der Größe und Form als schwierig gestalten wird. Aber auch as wird kein Problem sein.
Nachmittags wollten Anita, Maren, Maria, Isabell, Raffael (Isabells Ehemann) und ich nach Downtown wo Unitecstudenten des 3. Jahres Architektur einige Pavillions ausgestellt haben. Es waren einige schöne Projekte dabei.

Downtown wollten wir uns mit Cyrus und Nicole treffen. Nicole ist aber leider nicht mitgekommen also war Cyrus allein. Sie ließ ausrichten, wenn wir später noch einen Café trinken gehen wollen sollten wir Ihr bescheid sagen. Was wir auch getan haben. Wir haben uns mit Ihr in Mission Bay getroffen. Wir waren ja schon mal in Mission Bay und dieses Mal (Abends) war es genauso schön. Wir haben uns in ein kleines gemütliches Restaurant gesetzt und gemütlich zu Abend gegessen und ein paar Bierchen getrunken. Cyrus und Nicole haben uns noch eine riesigen Gefallen getan, denn sie sind noch mit uns zu Foodtown gefahren um alles für den anstehenden Bowleabend zu kaufen. Das hätten wir unmöglich alles tragen können. Vielen Dank noch mal dafür an die Beiden. Was haben wir eigentlich alles gekauft?

6 L Wein
3 FL Sekt
2 L Vodka
2 L Saft
≈ 12 x Dosenfrüchte

Wir hatten 4 große Gefäße voll mit Bowle. Wenn das nicht reicht dann weiß ich auch nicht weiter. Ach was das wird schon reichen

Mittwoch, 17. Oktober 2007

17.10.2007 Konsultation bei Max und spontane Grillparty

Heute hatte ich das erste mal Konsultation bei Max. Es ist gut seinen Entwurf auch mal einem anderen Professor zu zeigen, zumal Er ja einer Derjenigen ist die später meine Note diskutieren werden. Max ist eher technisch orientiert und hat mir gute Ratschläge gegeben die Dushko mir nicht geben konnte. Nun weiß ich auch wann und vor allem was ich präsentieren soll. Was überhaupt von mir erwartet wird. Endpräsentation ist am 01.11.2007 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr und von mir erwartet werden:

6 floorplans M 1:200
3-5 sections M 1:200 einer davon 1:100
1 roofplan M 1:200
1 siteplan M 1:1000 o. 1:500
4 elevations M 1:200
1 physical model M 1:200

Hab ich noch was vergessen? Ich glaube nicht. Aber das alles schon in 2 Wochen. Na mal sehen. Im Prinzip ist es vergleichbar wie Wismar, also reine Gewohnheitssache.

Wir hatten uns zu 17:00 Uhr mit Cyrus und Nicole zum Café verabredet. Da wir keine Ahnung haben wo Cyrus und Nicole wohnen hat er uns vom Village abgeholt. Mit 25 minütiger Verspätung waren wir endlich auf dem Weg zu Ihrem Haus. Einem kleinen gemütlichen Mietshaus welches von den Beiden mit viel Liebe dekoriert wurde. Das ein oder andere Ikeamöbel haben wir auch wieder erkannt. Aus dem Cafékränzchen ist dann Abends noch ein BBQ geworden mit Bratwurst, Hähnchenspießen, Onions, Pitabrot und Salat. Alles sehr lecker und vor allem in sehr guter und lustiger Atmosphäre. Die beiden sind wirklich kernig. Nicole hat das unglaubliche Talent einen Satz in Deutsch anzufangen und in Englisch zu beenden. Das ist echt lustig. Um 11:00 Uhr Abends sind wir dann zurückgefahren worden.

Sonntag, 14. Oktober 2007

12. - 14.10.2007 Waiheke Island

Am Donnerstag, den 11.10.2007, hatten wir uns über das anstehende Wochenende unterhalten und wussten erst nicht so recht was wir machen sollten bis einer die Idee hatte nach Waiheke Island zu fahren. Waiheke Island ist eine Insel im Hauraki Golf vor Auckland. Sie ist ca. 93 km2 groß und wunderschön. Dazu später aber mehr. Erstmal mussten wir nach Downtown da wir dort einige Fotos von Strassen machen mussten die wir später in dem Kurs Critical Studies 3A nach 5 Kriterien analysieren müssen. Ich habe mich für die Elliott Str. entschieden, einer kleinen relativ gemütlichen Gasse parallel zur Queensstr.. Da die Straßensuche länger dauerte als geplant haben wir die 16:00 Uhr Fähre nach Waiheke genommen die 28 $ für Hin- und Rückfahrt kostete. Wie immer haben wir es versäumt unsere Gutscheine, auf die wir 10% Rabatt für alle Überfahrten bekommen, einzulösen. Naja was solls. Auf der Hinfahrt konnten wir die Sonne einmal so richtig genießen. Wir saßen auf dem windgeschützten Heck und die Sonne schien uns satt ins Gesicht. Herrlich.
Auf Waiheke war wieder einmal das alte Problem zu lösen. Wo schlafen wir? Anita unsere Organisationsleiterin ☺ hatte schon eines der beiden Backpackerhostels für uns herausgesucht. „Waiheke Backpacker Hostel“ war relativ weit entfernt vom Fähranleger, deswegen mussten wir mit dem Bus erstmal Landeinwärts fahren. Glücklicherweise war direkt vor unserer Herberge die Bushaltestelle, sodass uns ein langer Fußmarsch erspart geblieben ist. Mit viel Glück bekamen wir unser 6 Bettzimmer obwohl nur 3 gebraucht wurden. Naja über mehr Platz freut man sich ja dann umso mehr. Im Hostel nächtigten noch weitere Gäste die wir auch anschließend kennen gelernt haben. Und was für eine Überraschung. Alle kamen aus Deutschland! Es waren 6 oder 7 Mädels die in Neuseeland waren um Ihr Praktikum zu absolvieren. In Neuseeland wimmelt es nur so von Deutschen. Nicht dass ich mich beschweren möchte aber seltsam ist es schon. Nachdem die Unterkunftssuche erfolgreich war, war es an der Zeit die Insel zu begutachten. Und ich kann nur sagen es st fantastisch dort. Kilometerlange Strände, Buchten, Klippen, türkisblaues Wasser und verhältnismäßig wenig Menschen obwohl dort 8000 Menschen leben und ca 100 davon Deutsche sein sollen.

Am Wochenende kann die Zahl der Einwohner + Touristen mal eben auf 30000 Menschen ansteigen. Wahnsinn! Davon hatte man an diesem Wochenende glücklicherweise nichts mitbekommen. Das Hostel lag strandnah auf einer Anhöhe gelegen, sodass wir Richtung Strand erstmal eine steile, schmale und sehr unsichere Treppe abwärts nehmen mussten. Aber der Blick von oben auf die schon erwähnten Steilhänge, Strände und Buchten war atemberaubend. Das Paradies schien ganz in der Nähe zu sein. Unsere erste Wanderung sollte, wie sich erst später herausgestellt hat, erstmal nur auf den Strand und die Bucht vor Onetangi beschränken. Ursprünglich sollte die Wanderung noch weiter gehen, jedoch sind wir an einem Strandlokal hängen geblieben und haben den ganzen Abend dort verbracht. Wir hatten erst direkt am Strand Platz genommen, als aber die Sonne langsam hinter den Klippen zu versinken schien haben wir uns doch entschlossen uns hinein zu bewegen. Die Sonne ist hier sehr viel intensiver als in Deutschland, nur wenn man im Schatten ist oder sich die Sonne hinter einem Wolkenmeer versteckt ist es schlagartig kalt. Noch jedenfalls denn der Sommer ist ja bald da.
In der Strandbar sollte ab 09:00 pm Aaron Carpenter Live auftreten. Wer zum Teufel ist Aaron Carpenter? Ich weiß es bis heute nicht. Auf jeden Fall hat er seinen Job wirklich gut gemacht. Mit einigen Coversongs von The Doors, Jimi Hendrix, Bob Marley und vielen anderen hat er den ganzen Ort, denn der war mittlerweile eingetroffen, gut versorgt. Die Stimmung war einfach nur gut. Anfangs haben sich zwei Frauen auf die Tanzfläche gewagt und versucht zu einem sehr langsamen Song so schnell es geht die Hüften zu schwingen. Es kam schon vor, dass mir der eine oder andere Lacher über die Lippen gekommen ist, da das Gefühl für Rhythmus bei den beiden völlig versagt hat. Ok ich will mal nicht lästern, immerhin haben sie sich getraut und haben gute Stimmung verbreitet. Der Abend hatte sich so langsam entwickelt und wir lernten immer mehr Leute kennen unter anderen einen alten Maori der anscheinend direkt von der Baustelle kam, einem Kiwi der eine Norwegerin geheiratet hat und die letzten 3 Monate dort verbracht hatte und einen Australier der gerade von einem 9 jährigen Aufenthalt in Hongkong kam und anscheinend Anschluss gesucht hat. Er hat uns für den nächsten Tag zum Frühstück eingeladen was wir auch dankend angenommen haben da wir unser eigentliches Ziel (Supermarkt) heute ja nicht mehr geschafft hatten und wir somit nichts zum Frühstücken hatten. Wie sich herausstellte wohnte er (Dillan) und Jason, sein Mitbewohner, nur 100 m vom Hostel entfernt in einem Haus mit Blick auf die wunderschöne Bucht. Ein Ausblick den ich nie wieder vergessen werde. Dafür war er wirklich zu beneiden.
Zurück zum Abend:
Es war mittlerweile 00:30 Nachts und wir haben uns für den Heimweg entschieden. Nur zu dumm dass wir beim Hostel vor verschlossenen Türen standen da alle schon im Bett lagen und jemand die Tür von innen verriegelt hat. Alles klopfen und brüllen half nicht bis Anita Ihr Handy zückte und in der Rezeption angerufen hat. Anfangs ist nur der Anrufbeantworter ran gegangen und unser Geistiges Auge hat es sich schon vor dem Hostel gemütlich gemacht. Beim 2. Mal ist aber glücklicherweise jemand ran gegangen und hat uns die Tür geöffnet.

Der Tag hat so schön begonnen:
Unser Frühstück bei Dillan hatte sich um 20 Minuten verspätet da die Mädels ebenso lange auf mich warten mussten. So lautete jedenfalls die Entschuldigung bei Dillan. Intern war der Sachverhalt natürlich ganz anders. Frühstück mit Blick auf den Ozean, die Sonne brennt und ein leichter Wind streift einem über das Gesicht ist einfach herrlich morgens um halb 10:00 Uhr. So möchte ich jeden Tag beginnen.
Während wir aßen stellten wir unseren Tagesplan zusammen. Dillan Wohnte zwar erst seit einer Woche hier, was immerhin eine Woche länger ist wir hier sind, bot uns aber an uns ein wenig herum zu führen. Seine Führung beschränkte sich dann anschließend auf die von uns schon vorher geplante Tour. Der Bus, der uns wieder in die Stadt bringen sollte stand anstatt 11:00 Uhr schon um halb 11:00 da und wir waren uns nicht mehr sicher wann er nun fahren würde. Also standen wir auch schon um halb 11:00 Uhr an der Haltestelle die direkt am Strand lag. 20 min bevor der Bus in die City fahren sollte entschied sich Dillan, der alde Fuchs, sich die Klamotten von Körper zu reißen und noch schnell seinen Körper in das eiskalte Wasser zu tauchen. 10 min später kam er endlich raus und wollte nur noch schnell nach Hause und kurz duschen. Naja macht ja nix, lass dir nur ordentlich Zeit mein Junge. Wir können ja auch zu Fuß gehen, was übrigens auch kurz zur Debatte stand.

Den Bus haben wir aber noch erwischt und sind damit in Richtung Onerua gefahren. Eines unser Ziele für diesen Tag war der Markt. Es war eine Mischung aus Trödel-, Antiquitäten- und Bauernmarkt auf dem sich anscheinend alle Einwohner einmal die Woche treffen.
Ich habe nichts gefunden und Maren glaube ich auch nicht. Nur Anita hat wieder einmal ordentlich zugeschlagen. Ich frage mich manchmal: Was soll das? Warum sind Frauen so? An diesem Wochenende hat Anita meine These bestätigt, dass Frauen, Oh Gott ich hoffe ich trete jetzt keinem auf den Schlips, erstmal kaufen ohne zu wissen wozu sie es brauchen. Frei nach dem Motto: “Naja ich weiß noch nicht wozu ich es brauche aber ich kaufe es schon mal, dann hab ich es und was ich damit mache kann ich mir ja immer noch überlegen.“ ☺
Warum sind Frauen so? Anita hatte sich nämlich auf dem Markt ein Kinderbuch gekauft? Kinderbuch? Warum denn jetzt n Kinderbuch? Wir sind in Neuseeland und es ist weit und breit kein Kind zusehen. Und außerdem gibt es in Deutschland Geschäfte die haben so viele Kinderbücher, dass sie die schon verkaufen müssen.
Anita nicht böse sein auf mich. Ist doch alles nur n Spass. ☺ Ich bin ja genauso. Ich kaufe mir ca. 40 Schallplatten in Auckland die schwer sind wie Blei ohne zu Wissen, dass ich sie entweder nach Hause schicken oder sie selbst mitnehmen muss. Naja so hat halt jeder seine Macken.
Nach dem Markt sind wir dann mit dem Taxi direkt zu unserer nächsten Übernachtung gefahren, da unser erstes Hostel uns nur für eine Nacht aufnehmen konnte. „Hekerua Lodge“ hieß unser 2. Domizil. Auch hier hatten wr wieder genug Platz den wir diesmal teuer bezahlen mussten. Für ein 4 Bettzimmer haben wir 149 $ bezahlt. Im Vergleich zu unserer neuseeländischen Hostelhistorie einfach nur Wucher. Als Ausgleich hatten wir einen Pool und unendlich viel Hippieatmosphäre die wir aber wieder teilen mussten mit anderen Deutschen. ☺
Der Einzug war unser 2. Ziel für heute.
Unser 3. war eine Weinverkostung bei „Cable Bay Vineyard“, einem sehr exklusiven Weinhaus auf den Hügeln Waihekes. Die Weine haben auch absolut fantastisch geschmeckt. Die Weißen jedenfalls. Naja man muss vielleicht dazu sagen, dass mir Rotwein grundsätzlich nicht schmeckt.
Maren, Dillan, Lars (ein Freund von Dillan der , wie sollte es auch anders sein, auch aus Deutschland kommt) und ich haben jeder 5 $ für die Weinverkostung bezahlt. Haben insgesamt 6 o. 7 Weine probiert und ein Glas Wasser bekommen. Das hört sich wenig an, die Weingläser waren aber auch nur benetzt mit Wein. Also nicht wie sonst immer. ☺
Nach der Weinverkostung stand unser 4. Und letztes Ziel auf der Tagesordnung: Eine Wanderung über den westlichen Teil der Insel mit anschließenden Sonnenuntergang am Strand. Klingt Romantisch, ist es auch nur leider sind unsere Liebsten, Hallo Katrin ein kleiner Kuss Gruß an dieser Stelle nach Deutschland, alle 17.000 km entfernt. Naja bis zum Sonnenuntergang haben wir es gar nicht mehr geschafft da wir doch schneller gegangen sind als erwartet. Was sag ich wir sind gelaufen als wäre eine Meute bissiger Hunde hinter uns.
Im nachhinein denke ich mir, wie blöd sind wir eigentlich nur weil Dillan, der mir übrigens immer unsympathischer wurde, immer hinterher gelaufen sind. Unsympathischer deshalb weil er sich für seine 28 Jahre verhalten hat wie ein Drittklässler und als schon wieder über das nächste Wochenende gesprochen wurde war der Ofen aus. Wieso glauben die Leute die man einmal getroffen hat man müsste nun sein ganzes Leben oder zumindest seinen Aufenthalt mit Ihnen verbringen? Sicherlich sind irgendwie alle in der gleichen Situation aber man kann sich doch nicht gleich so festlegen. Schon gar nicht bei Leuten die einem am ersten Tag schon unsympathisch sind. Naja. Was solls. Also ich habe wenig Lust noch mal mit Ihm etwas zu unternehmen.
Auf dem Wanderweg hatten wir auch die Gelegenheit einige Gebäude von der Ferne zu sehen, die architektonisch wirklich sehenswert waren. Waiheke ist die Insel der Reichen uns Späthippies, so kam es mir jedenfalls vor.
Auf dem Heimweg überlegten wir uns wie, wo und vor allem was wir zum Abendbrot essen wollten und entschieden uns dafür im Hostel zu kochen. Naja eigentlich wollte Dillan kochen um mal wieder zu zeigen was er für ein toller Hecht ist. Das essen war auch wirklich lecker. Nur leider war es das auch schon. Denn als während des Essens das Thema Yoga aufkam war es vorbei. Yoga war wohl eines seiner 1000 Lieblingsthemen bei denen er anscheinend bestens bescheid wusste und er entschied sich spontan seine kleine private Yogastunde abzuhalten in einem Wohnzimmer voll mit Hostelgästen die entspannt in den Fernseher geschaut haben. Auf einmal fängt der Typ an da rumzuturnen. Ich dachte mir bleibt der Blumenkohl im Hals stecken. Echt jetzt so was affiges. Dillan ist n typischer Blender. N Aufschneider, n Hochstapler und und und. Einer der mit einem Thema anfängt und dann sofort zeigen oder sagen muss wie gut er darin ist. Einfach nur unangenehm dieser Mensch. Ne ganz unangenehme Haut. Naja unser Abend war damit eigentlich auch zu Ende denn Dillan und Lars haben sich irgendwann auf den Heimweg gemacht. Lars war eigentlich ganz angenehm. Ein ruhiger Typ der erst noch aus sich rauskommen muss.
Die Psychonacht:
Nachdem wir es uns in unserem 4 Bettzimmer gemütlich gemacht haben und alle Ihre Decken bis zur Nasenspitze hochgezogen haben hat es noch eine Weile gedauert bis wir alle eingeschlafen sind. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Bettwäsche in der ich gerade liege das eine oder andere Mal schon ungewaschen neubezogen wurde. Bisher hatte ich nie das Gefühl aber in dieser Nacht kam ich nicht von diesem Gedanken los wie viele Krankheiten ich wieder mit nach Hause nehmen werden. Diese Gedanken sind nicht gerade hilfreich sich sanft in den Schlaf zu wiegen. Naja irgendwann bin ich ja dann doch eingeschlafen und 4 Stunden später von einem ständigen Knallen wieder aufgewacht. Was war das denn jetzt. Ich dachte, dass sich das Fliegengitter vor unserer Hütte geöffnet hat und immer gegen die Tür schlug. Eigentlich wollte ich solange warten, bis die Mädels davon wach wurden damit ich nicht aufstehen muss aber nach einer Weile hab ich es nicht mehr ausgehalten und ich habe doch meine Augen geöffnet und konnte meinen Augen nicht trauen. Es war nicht das Fliegengitter, denn da war gar kein Fliegengitter an dieser Tür sondern unsere Appartmenttür die speerangelweit offen stand und immer gegen das Geländer gedonnert ist. Ich dachte in welchen Psycho-Horror Film bin ich denn jetzt gelandet? Wieso ist denn unsere Tür auf? Ich weiß, dass ich sie gestern Abend abgeschlossen habe. Hmmm. Anita wach gemacht und gefragt aber sie hatte auch keine Erklärung dafür. Naja mit einem leicht mulmigen Gefühl bin ich wieder in Bett gegangen. Verdammt jetzt waren es noch mehr Gedanken die mich nicht schlafen ließen. Die Krankheiten die ich mit sicher Wahrscheinlichkeit beim nächsten Arztbesuch präsentieren darf und die mysteriöse Tür? Ok irendwann bin ich doch eingeschlafen und wie der Zufall es so will ein paar Stunden später wieder durch ein heftiges Türschlagen aufgewacht. Häh? Das gleiche Spiel noch mal? Das kann doch nicht sein. Ich war mir sicher auch dieses Mal die Tür richtig verschlossen zu haben. Das kann kein Zufall sein. Anita ist dadurch aber auch wach geworden und ich fragte Sie ob sie gerade auf der Toilette gewesen sei. Sie bejate meine Frage und ich fragte erneut ob Sie auch in der Nacht mal auf der Toilette gewesen sei. Auch diese Frage bejate Sie und der Fall war gelöst. Ich bat Anita mir doch mal zu demonstrieren wie Sie die Tür geschlossen hat. Weil sie leise sein wollte, damit wir nicht aufwachen, hat Sie die Tür ganz vorsichtig zugezogen, und dabei die Tür nicht richtig verschlossen hat. Der Wind hat dann die Tür wieder aufgedrückt. Gott sei dank hätten wir das geklärt.

Am Sonntag ist nicht viel passiert. Wir haben uns entschlossen schon die 14:00 Uhr Fähre zu nehmen da zu Hause noch ein ganzen Stück Arbeit auf uns wartete. Unsere Entwürfe bearbeiten sich nun mal nicht allein. Schade eigentlich. Sollte mal jemand erfinden. Wir haben Lars in einem Café getroffen und sind dann zusammen auf die Fähre gegangen. Abends habe ich noch mit Schecke und meinem Schatz geskyped um Neuigkeiten aus der Heimat zu erhaschen und bin ins Bett gegangen.

Das war kurz und knapp zusammengefasst unser Wochenende.

Dienstag, 9. Oktober 2007

09.10.2007 Haka


Die Zeremonie vor einem Rugbyspiel nennt man Haka. Es ist eine Art Kriegsgesang und -tanz und echt beeindruckend wenn man in einem Pub steht und plötzlich fängt der ganze Pub an diesen Haka zu singen. Ich würde gerne wissen was die da brüllen. Vielleicht kann ich es ja verstehen wenn ich mehr Maoristunden hatte.

09.10.2007 der Tag danach und Anitas Präsentation

Mir ging es erstaunlicherweise sehr gut nach der Party. Hätte ich nicht gedacht da ich normalerweise nach einem Weinabend starke Kopfschmerzen verspüre. Das war heute anders und ich konnte ausgeschlafen und fit den Tag beginnen. Maren hatte heute keine Zeit da sie an Ihrem Entwurf arbeiten musste. Da Anita ja schon fertig war habe ich heute den Tag mit Ihr verbracht. Wir haben eigentlich nichts Besonderes gemacht außer versucht Anitas i Tunes Bibliothek aufzuräumen. Naja bei dem Versuch st es dann auch geblieben, denn es steckte überhaupt kein System in Ihren Musikdateien. Es war vergebens. Als wir endlich den Dreh raus hatten und i Tunes die Titel neu konvertierte ist Ihr Rechner abgestürzt. Na ja war vielleicht doch kein so guter Tag wie wir anfangs dachten. Abends haben wir dann wieder alle zusammen die Reste vom Vortag gegessen und den Sonntagabend Blockbuster gesehen. Das Schwiegermonster! Naja war ganz lustig der Film.

Am Tag der Präsentation:

Heute war es dann soweit. Anitas Präsentation stand auf der Tagesordnung. 13.00 Uhr sollte es losgehen. Langsam füllte sich der Raum und es ging los. Der Reihe nach wurden die Projekte von allen Studenten präsentiert bis die Professoren an Anitas Projekt waren. Mit leichten Startschwierigkeiten, wie man das halt so kennt, man macht sich vorher einen genauen Plan was man sagen wird und sobald man dran ist, ist alles wieder weg, ging es los entwickelte sich aber schnell in eine wirklich gute Präsentation. Sie hat es sehr souverän gemeistert. Ihr sind Anfangs die Wörter die Sie sagen wollte nicht eingefallen und das macht einen nun mal nervös. Es bewahrheitet sich immer wieder. Es ist wirklich schwierig nicht in seiner Muttersprache zu präsentieren. Man stelle sich vor man muss vor einem reinen englischsprachigen Publikum aus den Stegreif einen Vortrag halten logischerweise nicht in Deutsch. Tja dann wisst Ihr wie es uns dabei geht. Na gut weiter in der Geschichte. Wir haben noch ein wenig Zeit in der Uni verbracht bis es losgehen sollte mit meiner ersten Maori Language Lesson. 18.00 Uhr sollte es losgehen, also machten wir uns gegen 17.30 Uhr auf den Weg. Noch schnell am Carringtons vorbei und n paar Wedges abgestaubt und ab zum Classroom.

Ich muss jetzt noch lachen wenn ich daran denke. Ich kam mir vor wie in der Grundschule 1. Klasse. Und das war ja auch normal denn wir haben ja gerade erst begonnen eine neue Sprache zu lernen. Es war allgemein super entspannte Atmosphäre und alle waren total nett. Es sind ja auch alle in der selben Situation wie Wir. Wir haben gesungen, Gedichte aufgesagt und und und. Andauernd musste man aufstehen und die Übung vorlesen die man gerade gemacht hat. Ich war auch 2x dran. Und mal ganz ehrlich ich hatte keine Ahnung was ich da sage. Es klang wie wild aneinandergereihte Laute. Hier mal ein Lied welches wir gesungen haben.



He Aroha E

He aroha
He whakapono
Met e rangimarie
Tatou, tatou e.

Ki a kaha ra
Ki a manawa nui
Ki a u ki a maia
Tatou, tatou e


Ich hab aber keinen Schimmer was das bedeutet.

Ich kann aber schon einiges sagen.

Ich bin Andreas. - Ko Andreas ahau.

Naja eigentlich wars das schon. Ist jetzt noch nicht so viel aber Hallo nach nur einer Stunde. Der Kurs war wirklich lustig. Und ich freue mich schon auf das nächste Mal.
Abends haben wir uns noch dazu entschlossen noch zu Pak`n`Save zu fahren um ein paar Bierchen zu kaufen. Die hatten wir uns auch wirklich verdient heute. Natürlich musste Chris fahren denn Wir hatten ja kein Auto. Und natürlich musste ich wieder fragen. Naja ich wollte ja eigentlich auch was trinken. Also warum nicht. Wir haben dann noch bis kurz nach 3 Uhr Nachts gesessen und über dit und dat geredet. Meistens ging es aber um Architektur, wie das halt so ist wenn angehende Architekten und Architektinnen zusammensitzen.

Sonntag, 7. Oktober 2007

07.10.2007 ´60s - ´70s Mottoparty

Tja was soll ich sagen? Die Party war der Oberkracher! Aber ich fang am besten mal ganz vorne an. Die Brille, die ich mir gestern gekauft hatte, war ja ganz nett aber mein Outfit war halt noch nicht komplett. Ich hab hier ja keine 70er Jahre Klamotten. Dem zur folge musste noch ein Hemd her welches in die 70er passte. In St. Lukes hab ich mir noch ein Hemd gekauft welches man auch hätte in dieser Zeit tragen können. Mein Outfit war damit komplett und ich war bereit für den Abend!
Cyrus wollte uns um 20.30 Uhr abholen und wir hatten noch nichts gegessen. Also schnell nach Hause, essen und fertig machen. Auf die Sekunde genau standen Cyrus und seine deutsche Freundin Nicole auf dem Parkplatz. Die beiden hatten sich voll in Schale geschmissen. Ihre Kostüme waren absolut authentisch. Einfach nur Wahnsinn. Cyrus hatte sich im Kostümverleih den Hippielook ausgesucht und Nicole hatte sich für 12 Dollar im Second Hand Shop eine Hose, einen Gürtel glaube ich und ein Pullover im 60er Stil gekauft. Dagegen waren Anitas und mein Outfit total overdressed. Verdammt, da konnte meine Brille auch nichts mehr dran ändern.
So und nun zur Party. Ich sag es einfach noch mal. Die Party war der Oberkracher! Wir waren zwar fast die Ersten aber das Haus füllte sich relativ schnell. Da die Party von 2 Deutschen veranstaltet wurde konnte man sich während des ganzen Abends nicht sicher sein ob man sich gerade mit einem Deutschen oder einem Kiwi unterhält. Das war super spannend. Als Anita, Nicole, Cyrus und ich draußen standen um eine Zigarette zu rauchen, also jeder eine (außer Anita), fragten wir uns wie viele Deutsche gerade um uns herum stehen würden. Nicole, Cyrus kleine, supernette, sympathische quirlige Freundin, brüllte einfach einmal laut: “who is german?“ in die Runde und alle Hände gingen hoch. Oh mein Gott!!! Wir waren von Deutschen umzingelt. Cyrus war der Einzige der kein Deutsch gesprochen hat. Das hätten wir nicht erwartet. Insgesamt waren bestimmt 60% Deutsche auf der Party. Was aber nicht schlimm war denn alle haben sich munter weiter, mal auf Englisch und mal auf Deutsch, unterhalten. Von wem ich allerdings richtig überrascht war, war Cyrus. Im Studio (Atelier) ist er immer sehr zurückhaltend aber auf der Party hat er echt die Sau rausgelassen. Der Mensch ist so lustig, dass ich jetzt noch lachen muss wenn ich nur an sein Kostüm denke. Nach 1,5 Flaschen Weißwein bin ich dann auch einigermaßen angeheitert gewesen und hatte Anita gefragt wann wir eigentlich loswollen. Sie ist sofort zu Nicole gegangen und hat nachgefragt. 5 min später saßen wir schon im Auto und waren auf dem Heimweg. Das war auch gut so denn an die Autofahrt kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern.

Das war ein wirklich lustiger Abend mit vielen neuen Bekannten und interessanten Erinnerungen.










06.10.2007 Queenstreet & K-Road

Nachdem wir uns alle dafür entschieden haben heute mal nicht an unseren Projekten zu arbeiten stand die Frage im Raum was wir denn sonst so machen könnten. Maria, eine mexikanische Austauschstudentin, erzählte Anita und Maren, dass ein Freund von Ihr heute Abend einen Auftritt als Hip Hop Tänzer hätte und fragte ob wir nicht Lust hätten dabei zu sein. Da diese Veranstaltung Nähe Downtown sein sollte sind wir schon vorher dorthin gefahren um nicht den ganzen Tag im Village zu verbringen. Die Queenstreet kannten wir ja nun schon aber die K-Road haben wir bis dahin nur bei Nacht gesehen. Ich muss sagen die K-Road gefällt mir echt gut. Nicht zuviel und nicht zu wenig los und die Geschäfte sind sehr angenehm. Maria wollte uns eigentlich bis, ich glaube, 18.00 Uhr Bescheid sagen aber leider hat sie weder angerufen noch auf unsere SMS geantwortet. Naja halb so schlimm, den Abend kriegen wir auch noch ohne Maria und Hip Hop „Gedudel“ rum.



Wir entschieden uns im Verona Café Abendbrot zu essen was wir auch getan haben. Ich hatte überaus leckeres AntiPasti. Hmmm. Ein Gedicht war das. Nur die ekligen Oliven und der geräucherte Lachs hätte nicht sein müssen. Um den weiteren Abend zu erläutern muss ich jetzt mal ein bisschen weiter ausholen. Ein weiteres Ziel heute war sich ein passendes Outfit für die Mottoparty, auf die uns Cyrus eingeladen hat, zu besorgen. Ich fand auf einem Flohmarkt in der Queenstreet eine absolut verschärfte, obergeile Sonnenbrille für nur einen Dollar. Na super dachte ich, das wichtigste hätte ich schon mal, denn das Motto der Party war ´60s - ´70s. Die Brille war echt der Oberknaller ein absolutes Prachtstück vergangener Zeiten.
Ähmm wie kam ich jetzt darauf? Ach so ja. Die Brille hat uns den ganzen Abend begleitet und uns einige lustige Fotos geliefert. Wir sind auch den ganzen Abend in der Verona Bar geblieben. Warum? Keine Ahnung. War einfach echt gemütlich da.





Auf dem Nachhauseweg haben wir uns entschlossen noch mal am legendären Sponge Club, in dem wir ja schon gewesen sind, vorbeizuschauen. Wir sind diesmal aber nicht hinein gegangen. Haben uns eher dafür entschlossen mit dem Taxi zum Liquoer Shop zu fahren und uns Zuhause noch hinzusetzen. Die Shops hatten natürlich längst alle geschlossen also blieb uns keine Wahl. Nun war eben Schluss mit dem Abend. Naja man soll ja gehen wenn es am lustigsten ist. Das haben wir auch gemacht und sind zurück zum Village gefahren.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

05.10.2007 Die 2. Konsultation !

Ich habe ja nun schon fast eine Woche nichts mehr in mein Tagebuch geschrieben. Das liegt daran, dass einfach nichts großartiges passiert ist. Momentan sind wir alle sehr stark in das studentische Leben integriert ähnlich wie in Wismar und haben gut zu tun unsere Projekte zu schaffen. Ich habe die ganze Woche an meinem neuen Entwurf gearbeitet und bin ein gutes Stück vorangekommen. Ursprünglich wollte ich Dushko, meinem Professor, davon überzeugen doch eher in die Senke hineinzubauen aber das lass ich lieber. Diese komplizierte Problematik auf englisch zu Diskutieren dafür fühle ich mich noch nicht bereit. Meinen neuen Entwurf findet er dafür umso attraktiver. Ich merke immer wieder, dass es wirklich schwer ist in Englisch zu präsentieren. Auch wenn man, wie ich, vorher im Wörterbuch einige Schlagwörter nachsieht und notiert ist es doch anders als in Deutschland. In Deutschland kann man einfach drauflosreden. Die Professoren verstehen einen und das ist einfacher. Die nachgeschlagenen Wörter bilden in dem Zusammenhang den ich versuche zu erklären teilweise keinen Sinn. Im Wörterbuch hat man manchmal eine große Auswahl an Wörtern die man benutzen kann aber nur in einem bestimmten Zusammenhang. Und der steht natürlich nicht drin. Dushko hat mich aber immer berichtigt und hat mir gesagt welches Wort jetzt passender gewesen wäre. Das hört sich jetzt bestimmt so an als hätte ich das erste Mal Englisch gesprochen. So ist es aber nicht. Allgemein klappt die Englische Konversation immer besser. Sätze kommen teilweise wie aus der Pistole geschossen und überhaupt bin ich jetzt viel entspannter was das Thema angeht. Anfangs war ich sehr verkrampft und habe mich nicht getraut Englisch zu sprechen. Aber was solls. Scheiß drauf. Wenn was falsch ist, auch egal. Die können teilweise gar keine Fremdsprache sprechen.

Mein neuer Entwurf:


Ok zurück zum Thema. Gestern „sollte“ Anita Ihre erste Zwischenpräsentation vom Studio 3B haben. Sie und Maren hatten die ganze Nacht durchgearbeitet um heute präsentieren zu können. Hmmmm komisch? Kommt einem auch irgendwie bekannt vor aus Wismar. J Ich wollte unbedingt dabei sein um mir die Präsentation anzusehen. Nur leider ist es dazu nicht mehr gekommen. Einige hatten bereits präsentiert als es den Professoren zu spät wurde und Sie Montag weitermachen wollten. Anita war natürlich noch nicht dran. Die ganze Nacht durchgearbeitet, nicht geschlafen, Anfangs noch überlegt ob Sie überhaupt präsentieren sollte, sich dann doch dafür entschieden hat und dann bis Montag vertröstigt werden. Das ist echt hart. Arme Anita.




Es hieß, dass sich alle Studenten des 3. Jahres, also alle in Studio 3B, na ja fast alle, nach der Präsentation im Carringtons treffen. Na ja ich gehöre zwar nicht ins Studio 3B aber indirekt wieder rum schon. Im Carringtons saßen bis dahin nur 4 Leute wovon wir nur einen ein wenig kannten. Der Name ist uns aber nicht eingefallen. Ein Spezi am Tisch meinte er müsse coole Sprüche reißen um sein unterbelichtetes Ego ein wenig aufzuwerten. Naja solche gibt’s halt auf der ganzen Welt. Die anderen 3 waren aber ganz erträglich sodass ich mich mit dem den wir schon ein wenig kannten etwas länger unterhalten habe. Es war für beide Seiten ein sehr informatives Gespräch. Er erzählte mir von einigen touristischen Attraktionen in Neuseeland und das er in einer Punkrockband Spiele und ich erzählte Ihm einiges über DOOMSDAY RECORDS. Anita hatte es Ihm vorher schon erzählt sodass er mich direkt danach fragte. Jack, Sasha und ein Kollege sind dann auch noch eingetroffen. Jack und Sasha sind zwei Kanditaten ind der Reality Show :“Ich sende 3 Austauschstudenten nach Neuseeland in der Hoffnung Sie drehen ordentlich die Werbetrommel für einen möglichen Austausch der beiden Partneruniversitäten“. Ja Jack und Sasha werden wahrscheinlich mit noch 3 Weiteren Studenten und uns zusammen zum Sommersemester 2008 nach Wismar kommen.
Wir haben Jack und Sasha schon die ersten deutschen Wörter beigebracht. Bitte, Danke, Mein Name ist..., Ich heiße..., Rotwein, 2 Bier bitte... usw. Eben um die Grundversorgung zu sichern. 2 Bier bitte... wie geil!!!
Tja danach sind Anita und Ich in Richtung Village gegangen.