Sonntag, 30. September 2007

29.-30.09.2007 Hamilton

Wir, also Holger, Anne, Anita, Maren, Mariann und ich, hatten uns für dieses Wochenende einen Trip nach Hamilton überlegt. Samstag früh um 8.30 Uhr sollte es losgehen. Freitagabend erzählten mir die Mädels, dass sie wohl nicht mitkommen werden. Hmm. Sie müssten an Ihren Projekt weiterarbeiten. Ok das ist nun mal wichtiger. Habe ich absolutes Verständnis für. Ich hatte erst überlegt ob ich allein mitfahren oder besser auch an meinem Projekt arbeiten sollte. Ich habe mich fürs mitfahren entschieden. Also waren wir nur noch zu dritt. Holger, Anne und ich da Mariann, eine Mitbewohnerin von Anita, ohne Anita und Maren keine Lust hatte. Ok kein Problem. Auf unserer Liste standen einige anscheinend wichtige Punkte die in Hamilton zu erledigen waren.
1. Holger musste zum Frisör!!! Ganz wichtig. Da es in Auckland anscheinend keinen Frisör zu geben scheint muss man eben nach Hamilton fahren. ☺
2. Anne musste zum Frisör!!! Auch ganz wichtig. Glücklicherweise war Annes Frisör zu teuer. So hing ich wenigstens nicht in der Luft.
3. Golf spielen! Es kann jetzt jeder denken was er will, aber Golfen ist gar nicht mal so unlustig. Wir hatten viel Spass und es war im Vergleich zu Deutschland ein Schnäppchen. Wir haben einen Langen Neuner gespielt und anfangs war es echt eine Kunst diese kleine weiße Murmel überhaupt erstmal zu treffen. Nach einige Fehlschlägen lief es wie am Schnürchen. Die ersten Bälle waren im Loch und ich fühlte mich ein wenig wie Tiger Woods. Immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt als ich mir meine Punkte angesehen habe. Naja aber fürs erste mal nicht schlecht.


4. Treffen mit Drew. Drew ist ein ehemaliger Arbeitskollege von Holger der sein Architekturstudium abgebrochen, jetzt aber schon bald eine Zweigstelle des Büros indem er Arbeitet leiten wird. Wahnsinn... in Deutschland unmöglich. Er hat uns auch erklärt woran das liegt. Er hat eine unglaubliche Fähigkeit die viele andere Menschen nicht haben. Er kann reden. Er kann einfach drauflosreden ohne jemals vorher etwas über das Thema gehört zu haben. Drew ist ein sehr Gastfreundlicher Zeitgenosse der uns erstmal eine Flasche, lauwarmen Gin hingestellt hat. Wir alle sind davon ausgegangen, dass wir nicht lange bei Drew bleiben werden sondern uns später irgendwo in der City ein netten Club suchen um ein wenig zu feiern. Naja als dann die Frage aufkam was wir denn jetzt trinken wussten wir glaube ich alle dass wir nicht mehr losgehen werden ausser um ein paar Bierchen zu kaufen. Gesagt-Getan. Holger und Drew sind losgefahren und haben Bier organisiert. Ein Freund von Drew kam dann auch noch vorbei, dann war die Runde komplett. Es war hammerlustig.

Wir haben Drew die ganze Zeit versucht deutsche Sprüche beizubringen und er hat mit seinem neuseeländischem Akzent die Runde wirklich aufgeheitert. Er wollte es immer so aussprechen wie wir aber es hat eigentlich nicht geklappt. Ich denke meine Englischkenntnisse haben sich an diesem Abend um 100% verbessert. Es tut wirklich gut nur englisch zu sprechen. Als es dann hieß ins Bett zu gehen ist Holger in seinen Van gegangen und wollte das Bett vorbereiten und ist dabei eingeschlafen. Ich habe dann im Wohnzimmer von Drew geschlafen. Das war schon eine komische Erfahrung dann ich liege hier in einem Haus von Leuten die ich bis dahin nicht kannte. Irgend wann morgens hat sich meine Furcht doch noch bestätigt. Ich lag in meinem selbstzusammengebauten Bett und musste dafür die einzige Sitzgelegenheit des Raumes auseinanderbauen als aufenmal die Tür aufging und irgendein Mädchen den Raum betrat. Wer war das denn jetzt? Sie setzte sich auf die Reste der Couch und saß einfach nur da. Was will die denn jetzt hier dachte ich mir. Sie saß einfach nur da und hat nichts gemacht. Ich traute mich auch nicht mich umzudrehen und nachzusehen was sie macht. Ich dachte mir wo bin ich denn jetzt gelandet. Verdammt genau solche Situationen wollte ich vermeiden. Ich liege in einem Wohnimmer von Leuten die ich kaum kenne und wahrscheinlich andere Mitbewohner kommen hinein. War schon komisch. Nach einer halben Stunde war die Show dann vorbei. Ich frage mich nur was sie jetzt diese halbe Stunde hinter mir gemacht hat? Am nächsten Morgen ging es mir total schlecht, was auch zu erwarten war, denn Gin und Bier verträgt sich nicht. Hab die ganze Zeit überlegt ob ich mir den Abend zuvor noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Anne ging es auch so schlecht da war ich wenigstens nicht allein denn Holger fühlte sich wie neu geboren. Unser
5. Ziel an diesem Wochenende waren die Waitomo Caves. Bis dahin haben wir es nicht mehr geschafft weil es uns wirklich schlecht ging. Also wirklich schlecht. Wir haben uns dann eher für noch eine Runde Golf entschieden. Frische Luft sollte unser Leiden beenden, was auch anscheinend geholfen hat. Die 2 Kopfschmerztabletten waren dennoch nötig.
6. Abends haben wir noch einige Freunde von Holger besucht. Tracie und Mark. Sehr freundliche Menschen. Sie leben in einem Haus in Hamilton was eher einer Studentenwg ähnelt. Nicht gerade aufgeräumt aber sehr gemütlich und alles sehr familär. Danach sind wir wieder zurück nach Auckland gefahren.

Im Village dann saßen Maren, Anita und Mariann in Anitas Appartment rum und haben sich einen Film angesehen. Als ich ankam haben wir erstmal Abendbrot gegessen. Ziemlich spät wie ich finde da es schon 22.00 Uhr war. Später Abends habe ich noch mit meinem Dad telefoniert. Per Skype. Das ist jetzt möglich da sich meine Eltern endlich mal DSL zugelegt haben.

Das war mein Wochenende.

Keine Kommentare: